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Montessori Schulordner
Aktualisiert September 2016

Grundlagen der Montessori-Pädagogik

Die Montessori-Pädagogik wurde von Maria Montessori entwickelt, der ersten Frau, die in Rom zur Ärztin ausgebildet wurde. Ihr erstes Buch, in dem sie ihre Erfahrungen und neuen Methoden der Kindererziehung beschrieb, erschien 1909 und fand in der ganzen Welt große Beachtung.

Hier einige Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik, die bis heute nichts an ihrer Gültigkeit verloren haben:

 

  • Im Mittelpunkt steht das Kind.
  • Das Kind ist eine sich entwickelnde Persönlichkeit und muss respektiert werden.
  • Jedes gesunde Kind arbeitet nach dem ihm innewohnenden Willen, sich Wissen anzueignen und sich weiterzuentwickeln. Dabei besitzt jedes Kind einen eigenen inneren Bauplan, nachdem es lernt:
  • Ein Kind lernt langsamer, eines schneller:
  • Ein Kind kann in der ersten Klasse im Zahlenraum bis 10 sicher rechnen,
  • Ein anderes Kind der gleichen Klassenstufe schafft es problemlos bis 100.

So kommt den Pädagogen die Aufgabe zu, das Kind da abzuholen, wo es steht, in seinen Leistungen sowie in seiner gesamten Persönlichkeit. Interessen und Neigungen erfahren die gleiche Beachtung wie die Vermittlung von Lerninhalten. Für diese individuelle pädagogische Arbeit schafft die Montessorischule die Rahmenbedingungen.

Hilf mir, es selbst zu tun!

Maria Montessori (1870–1952) hat mit ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit, die Entwicklung von Kindern zu beobachten, eine herausragende Pädagogik begründet, die weltweit höchste Anerkennung erfährt. Ihre wesentlichen Erkenntnisse waren, dass die sinnliche Wahrnehmung und die Fähigkeit zur freien Konzentration die entscheidenden Antriebskräfte für die Entwicklung eines Kindes sind.

Um die zentralen Anliegen der Montessori-Pädagogik als Ganzes zu verstehen, sind folgende fünf Aussagen wichtig:

 1. Kindliche Entwicklung

Wir respektieren von Anfang an all die natürlichen Kräfte, die das Kind von innen her in seinem Wachstumsprozess leiten. Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung durch seinen „Inneren Bauplan“ bestimmt wird.

Die Entwicklung ist also das Ergebnis einer Wechselbeziehung zwischen dem Kind – mit seinen individuellen Anlagen und Möglichkeiten – und seiner Umwelt. Die kreativen Gestaltungsprozesse werden ausschließlich vom Kind selbst geleistet. 

2. Sensible Phasen

Erinnern Sie sich noch an Ihre Schulzeit, als manche Fächer zeitweilig wie von selbst von der Hand gingen? Eine solche Periode wird als „sensible Phase“ bezeichnet.

Gemeint sind damit begrenzte Zeitspannen, in denen Kinder besonders empfänglich sind für bestimmte Lerninhalte. Sie spüren das innere Bedürfnis, sich intensiv mit ihnen zu beschäftigen – solange, bis sie die entsprechenden Fähigkeiten errungen haben. Dann entstehen neue Empfänglichkeiten und das Kind schreitet so von einer Eroberung zur nächsten fort. Werden so die Bedürfnisse des Kindes befriedigt, so äußert sich dies in Form von seelischer Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

3. Absorbierender Geist

Ein höchst bemerkenswertes Phänomen ist die besondere Art der Lernfähigkeit des Kindes vor allem im Kleinkindalter.

Das beste und offensichtlichste Beispiel ist die Aneignung der Sprache, die das Kind ganzheitlich aufnimmt. Diese Fähigkeit zu lernen kann auch auf alle anderen Bereiche übertragen werden. Kinder können spontan ihre Umwelt absorbieren und auf diese Weise Lesen, Schreiben, Botanik, Zoologie, Mathematik und Geographie scheinbar mühelos erlernen.

4. Polarisation der Aufmerksamkeit

Unter bestimmten Bedingungen sind Kinder zu anhaltend konzentrierter Beschäftigung fähig und bereit – zur „Polarisation“.

Es geht dabei um eine geistige Auseinandersetzung mit einem Gegenstand, die mehr ist als nur „Beschäftigung“. Sie ist „Arbeit“ im strengen Sinn, Arbeit, die die Kraft hat, zu konzentrieren, und dabei, anstatt zu ermüden, die Energien, die geistigen Fähigkeiten und die Selbstbeherrschung erhöht. Sie wird ausgelöst durch eine vom (Lern-) Gegenstand ausgehende Faszination.

Ein inneres Streben treibt das Kind an, sich mit einem interessanten Gegenstand zu befassen und sich so lange dieser Tätigkeit hinzugeben, bis ein gewisser Sättigungsgrad erreicht ist. Nicht Ermüdung oder gar Erschöpfung bestimmen deren Ende, sondern das gestillte Bedürfnis.

5. Arbeit des Kindes

Für uns ist die „Arbeit“ in der Entwicklung des Kindes von zentraler Bedeutung. Wir verstehen darunter intensive ‚Tätigkeit’, die nicht zu einem vorgegebenen Ziel führen soll, sondern die selbst das Ziel ist. Typisch für die Arbeit des Kindes ist daher, dass es nicht den Weg des geringsten Kraft- und Zeitaufwandes sucht und auch keine Belohnung erwartet. Und es will das, was es tut, alleine tun.

Es ist die Aufgabe des Erwachsenen, das Kind bei seiner Arbeit zu unterstützen und ihm eine Umgebung zu schaffen, die ihm diesen Prozess erleichtert.


100 Jahre Montessori, Jubiläum 2007
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